Thermalquellen von Santiago Cascada Sol del Mayo (Santiago)

Thermalquellen von Santiago, erfrischende Oase in der Wüste

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Die Baja California Sur ist hauptsächlich aufgrund seiner Strände bekannt. Die Westseite der Insel grenzt an den Golf von Kalifornien (Sea of Cortez), einem ruhigen Binnenmeer. An der Westküste lockt der Pazifik eine eingeschworene Surfer-Gemeinde sowie mehr und mehr auch Strandtouristen und Snow-Birds an. An den Stränden prosperieren kleine Orte. Wer Nachtleben und Luxus Resorts geniessen will, den zieht es nach Los Cabos im Süden der Insel (siehe hierzu auch unsere Einordnung der Region).

Das Landesinnere dieses südlichen Teils der Baja California ist geprägt von einem beeindruckenden Gebirge, der Sierra de la Laguna. Der allgegenwärtige Mountainview, prägt das Landschaftsbild und trägt wesentlich zur Attraktivität der Region bei. Jedoch verirrt sich nur ein kleiner Teil der Touristen in diese Berglandschaft.

Inspiriert vom Reiseblog von Sally Sees besuchten wir eine der zahlreichen Thermalquellen in der Nähe der Ortschaft Santiago, am Fusse dieses Gebirges.

Inhaltsverzeichnis

    Die Sierra de la Laguna: eine geographische Einordnung

    Die Sierra de la Laguna ist ein Gebirgszug, der das Landschaftsbild des südlichen Teils der Baja California Sur zwischen La Paz und Los Cabos prägt. Der Gebirgskamm in Nord-Süd Ausrichtung bildet die natürliche klimatische Barriere zwischen dem deutlich milderen Golf von Kalifornien (Sea of Cortez) im Osten und der spürbar kühleren Pazifikküste im Westen. Die höchsten Gipfel messen über 2’000 Meter. Ungefähr einmal pro Dekade gibt es dort oben Temperaturen um den Nullpunkt. Schnee hat man wohl auch schon gesehen.

    Landkarte der südlichen Süden Baja California Sur (Niederkalifornien) mit Fokus auf Santiago
    Landkarte der südlichen Süden Baja California Sur (Niederkalifornien) mit Fokus auf Santiago

    Nur eine Minderheit der Touristen finden den Weg in dieses unwirkliche und schwer zugängliche Gebirge. Dennoch trägt das Gebirge wesentlich zum Landschaftsbild der Region bei.

    Täglich erfreuen wir uns am Anblick der fernen, mächtigen Gipfel. Wir können beobachten, wie sich vor allem im Sommer an ihnen zahlreiche Wolken abregnen. Dieses Wasser versorgt die gesamte Region und macht sie urbar.

    Ich hoffe, dass wir dieses unzugänglich anmutende Gebirge noch weiter erschliessen können. In diesem Post wollen wir uns jedoch auf die Thermalquelle Sol del Mayo bei Santiago konzentrieren.

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    Anfahrt zu den Thermalquellen von Santiago, Baja California Sur

    Santiago ist ein kleines verschlafenes Städtchen. Es liegt ca. eine Autostunde nördlich von San José del Cabo und ist über die gut ausgebaute MX-1 zu erreichen.

    Bevor man die Hauptstrasse in Richtung Santiago verlässt, bietet sich noch ein Stopp beim OXXO Santiago an, um sich z.B. mit Getränken auszustatten.

    In der Luftlinie liegt Todos Santos genausoweit von Santiago entfernt wie San José del Cabo. Allerdings verunmöglicht die dazwischen liegende Sierra de la Laguna die direkte Anfahrt von Westen. So dauert die Anfahrt gut zwei Stunden.

    Neben einem Marktplatz mit einer schönen Kirche, haben wir in Santiago noch nicht viel erwähnenswertes entdecken können.

    In der Umgebung von Santiago liegen einige natürliche Thermalbäder und heisse Quellen. Wir haben bislang lediglich die Cascada Sol de Mayo besucht.

    Anfahrt zur Thermalquelle ab Santiago

    Die asphaltierte Strasse endet am Ortsausgang von Santiago. Ab hier geht es über eine Sandpiste durch weites Farmland. Der ausgeprägte Waschbrett-Untergrund lädt zum zügigen Fahren ein. Vorsicht ist natürlich vor Kurven geboten und gelegentlich überquert man auch beeindruckend weitmaschige Viehgitter.

    Auf dem Weg von Santiago zur Quelle kommt man sehr bald an einem Aussichtpunkt vorbei. Ein Halt lohnt sich. Vor der Plattform aus sieht man eine beeindruckendem, von Palmen umringte, tropische Oase am nordwestlichen Ortsausgang. In einer grösseren Senke sammelt sich das Wasser aus dem Canon de la Zorra.

    Santiago Baja Californa Sur
    Santiago, Baja Californa Sur

    Cañon de la Zorra und Cascada Sol de Mayo

    Unser Ziel ist ein kleiner Badesee, der im Canon de la Zorra liegt. Einer Thermalquelle Santiago, die zum erfrischenden in der Wüste einlädt. Bekannt ist der See vor allem durch den charakteristischen Wasserfall, der Cascada Sol de Mayo. Die Ranch, auf derem Gebiet sich der See befindet, liegt weitere rund 10 Kilometer westlich von Santiago (BCS).

    Man folgt den Beschilderung zur Rancho Ecológico Sol de Mayo. Die Navigation über Google Maps ist nicht optimal und auch gibt es irgendwann keine Mobilfunknetz mehr.

    Die Strasse endet an der Rancho Ecologico Sol de Mayo. Dort gibt es einen Parkplatz.

    Dirt Road nach Rancho Ecológico Sol de Mayo
    Dirt Road nach Rancho Ecológico Sol de Mayo

    Wanderung ab Rancho Ecologico Sol de Mayo, Santiago zum Badesee

    Vor der Ranch geht es zu Fuss weiter. Der Eintritt in den Nationalpark kostet im Sommer 2023 150 MXN. Am Eingang der Ranch findet man auch noch ein letztes WC. Ebenfalls bietet die Ranch einfache Übernachtungsmöglichkeiten an.

    Von der Ranch aus wandert man 15 – 20 Minuten bis zum See.

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    Die Wanderung beginnt auf einem Pfad durch Sträucher und Kakteen. Dieser wandelt sich jedoch recht schnell in einen ausgesetzten Wanderweg. Bereits nach einigen Minuten Fussmarsch ist dann auch der Badesee mit seinem charakteristischen Wasserfall in der Ferne zu sehen.

    Der Abstieg hinunter zum Canyon hat es in sich. Beim ersten Besuch bin ich noch mit Flipp-Flopps abgestiegen. Ich muss zugeben, das hat sich nicht immer sicher angefühlt.

    Man klettert auf Fels oder auf in ihn hineingeschlagenen Stufen. Es gibt lediglich improvisierte Absturzsicherungen. Das zweite Mal, dann mit Wanderschuhen, war der Abstieg schon deutlich komfortabler. Natürlich beschreibe ich dies aus nordeuropäischer Perspektive. In der Tat klettern hier täglich etliche Menschen aller Altersgruppen ohne grosses Gezeter den Abstieg hinunter und, nach einem erfrischenden Bad, wieder hinauf.

    Baden im See einer Thermalquelle

    Der Einstieg in den See erfolgt über ein paar grössere Geröllsteine. Das Wasser ist angenehm, weder zu warm noch zu kühl.

    Der See liegt zum Teil im Schatten und gut die Hälfte ist stehtief. Da etliche Mexikaner nicht schwimmen können, schätzen sie den seichten, stehtiefen Bereich sehr. Manche Besucher installieren sich sogar mit Sonnenschirmen im Wasser.

    Schwimmt man vor bis zum Wasserfall, wird es deutlich tiefer. Das Wasser, das die Felswand herunter stürzt, ist auch spürbar wärmer.

    Oberhalb vom Wasserfall gibt es weitere Thermalquellen

    Einige Badende klettern auf die obere Felskante und springen die rund 10 Meter hinunter in den See. Dort oben – von wo auch der Wasserfall kommt – befinden sich weitere Becken, die von warmen und kalten Quellen gespeist werden. Man kann diese teilweise auch beim Abstieg sehen. Um dorthin zu gelangen, muss man jedoch Klettern oder eine längere Wandung auf sich nehmen.

    Um Santiago herum gibt es noch zahlreiche weitere Thermalquellen.

    Quién sabe, quizá algún día.

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